Sind Mitschüler interessanter als die Lehrer?


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Die Lehrer spielen für Schüler in der Mittelschule eine weniger wichtige Rolle als noch in der Grundschule. Dagegen nimmt die Bedeutung von Mitschülern für die Jugendlichen zu. Sie sind ihnen bedeutend wichtiger als die Lehrer. Warum ist das so?

 

Die Freundschaften und die Kontakte zu den Mitschülern bilden den Lebensmittelpunkt in der Jugendphase. Sie fragen sich, wie beliebt sie sind und wie sie von anderen gesehen werden. Für Jugendliche ist in dieser Phase besonders wichtig, bei Freunden zu punkten, rücken Lehrer und die Eltern häufig an die zweite Stelle. Dadurch zählt die Meinung von Freunden und Mitschülern in bestimmten Kontexten viel stärker als die Meinung von Eltern oder Lehrern.

 

Dass Schüler im Jugendalter vor allem von Freunden akzeptiert werden wollen, zeigt sich an ihrer Einstellung zu den Schulnoten. Die Studienergebnisse zeigen, dass Jugendliche in der Schule oft gute Noten erzielen wollen, um „nicht dumm zu erscheinen“ und um ihre Eltern nicht zu enttäuschen. Dabei möchten viele Schüler nur durchschnittliche Noten erhalten.

 

Die Mitschüler haben auch positiven Einfluss aufeinander. Jugendliche ohne Freunde haben in der Regel schlechtere Noten in der Schule und sie beteiligen sich im Vergleich zu den Jugendlichen mit Freunden weniger am Unterrichtsgeschehen.

 

 

Wortschatz zum Text:

das Unterrichtsgeschehen- dianie na vyučovaní

die Einstellung – postoj, stanovisko